1. Vertragspartner und Geltung
Polat Digital Solutions e.U.
Inhaber: Emirhan Polat
Jägerstraße 89–95, 1200 Wien, Österreich
E-Mail: polatwebsolutions@gmail.com
Telefon: +43 681 10257370
Diese Bedingungen regeln vereinbarte Aufträge für Websites, Shops, Reservierungs- und andere digitale Systeme, Website-Pflege, IT-Support, Geräteeinrichtung und Microsoft- beziehungsweise Cloud-Projekte. Sie richten sich an Unternehmen und Verbraucher. Für Verbraucher bleiben alle zwingenden Schutzbestimmungen maßgeblich.
2. Angebot und Auftrag
Website-Preise und Rechnergebnisse dienen der unverbindlichen Orientierung. Eine Anfrage, eine Kalkulatorauswahl oder eine WhatsApp-Nachricht ist keine kostenpflichtige Bestellung. Der Auftrag wird erst durch Annahme eines konkreten Angebots oder eine andere eindeutige beiderseitige Einigung verbindlich. Eine erforderliche Vertragsbestätigung und Verbraucherinformationen werden auf einem dauerhaften Datenträger, beispielsweise per E-Mail, bereitgestellt.
Das Angebot legt Leistungen, Preis, Steuerangabe, etwaige Nebenkosten, Zeitplan und wiederkehrende Verpflichtungen fest. Vereinbarte Änderungen werden mit ihren Kosten- und Terminfolgen vor Ausführung abgestimmt. Nicht angeführte Zusatzleistungen sind nicht automatisch enthalten.
3. Zusammenarbeit und Termine
Kunden stellen die für den Auftrag benötigten Inhalte, rechtmäßig nutzbaren Materialien, Zugangsberechtigungen und Freigaben zur Verfügung. Bei Verzögerungen oder technischen Hindernissen stimmen wir einen angepassten Ablauf ab und informieren über absehbare Auswirkungen. Zusätzlicher vergütungspflichtiger Aufwand setzt eine entsprechende Vereinbarung voraus.
Verbindlichkeit und Voraussetzungen eines Fertigstellungstermins ergeben sich aus dem Angebot. Ein Ausfall eines Dritten beseitigt unsere gesetzlichen Pflichten und die gesetzlichen Rechte des Kunden nicht automatisch.
4. Preise, Zahlung und Nebenkosten
Verbindlich sind die vereinbarten Angebotspreise in Euro. Bei Verbrauchern muss vor Abschluss der zu zahlende Gesamtpreis einschließlich anfallender Steuern und bekannter Nebenkosten beziehungsweise dessen Berechnung feststehen. Der steuerliche Status der Website-Preisorientierungen ist derzeit noch zu bestätigen; er wird nicht durch diese AGB ersetzt.
Für Projektarbeiten gilt, wenn keine abweichende Zahlungsregel vereinbart wird: 50 % Anzahlung nach Vertragsschluss, 50 % nach Fertigstellung und Bereitstellung zur Prüfung. Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen zu bezahlen. Laufende Leistungen werden nach der im Angebot vereinbarten Abrechnungsperiode bezahlt. Bei Verzug gelten die gesetzlichen Regeln.
Hosting, Domain, Hardware, Microsoft- und andere Lizenzen, Premium-Erweiterungen, externe Dienste sowie mögliche Fahrtkosten sind nur enthalten, wenn sie ausdrücklich genannt wurden. Sonstige Kosten und Änderungen werden vor Beauftragung vereinbart. Ein Preisfeld „auf Anfrage“ bedeutet keinen kostenlosen Leistungsumfang.
5. Webprojekte und Website-Verwaltung
Seitenzahl, Funktionen, Korrekturen, Inhalte, technische Übergabe und eine etwaige Reservierungs- oder Shop-Funktion werden im Angebot beschrieben. Laufende Verwaltung ist optional und setzt einen eigenen vereinbarten Umfang voraus. Sie enthält nicht automatisch Redesign, neue Funktionen, neue Seiten oder Fremdlizenzen.
Eine ausgewählte Laufzeit für die Verwaltung, der Zahlungsrhythmus und Kündigungsmöglichkeiten müssen im Vertrag ausdrücklich festgehalten werden. Aus dem Preisrechner entsteht keine automatische Verlängerung oder Betreuungspflicht.
6. IT-Support und technische Aufträge
Remote-Zugriff und Änderungen erfolgen nur im vereinbarten Rahmen und mit der notwendigen Berechtigung des Kunden. Vor Eingriffen werden betroffene Systeme, Datenrisiken und erforderliche Sicherungen geklärt. Backup-, Wiederherstellungs- und Dokumentationsleistungen sind konkret zu vereinbaren; eigene Sorgfalts- und Gewährleistungspflichten des Auftragnehmers bleiben bestehen.
Einrichtung, Migration, Entra ID, Intune, Exchange, Azure und Sicherheitsberatung können eine vorherige Bestandsprüfung erfordern. Technische Eignung, benötigte Microsoft-Lizenzen, Datenvolumen und Grenzen eines Standardauftrags werden im Angebot festgelegt. Eine erfolgreiche Wiederherstellung verlorener Daten oder vollständige Verhinderung aller Sicherheitsvorfälle wird ohne entsprechende Vereinbarung nicht als bestimmter Erfolg zugesagt.
Zeitabhängiger Support wird nach dokumentiertem Aufwand und vereinbartem Stundensatz abgerechnet. Mindestdauer, Rundung, Vor-Ort-Kosten und Mehrarbeit werden vor Beauftragung festgelegt. Die Eingabeschritte im Rechner sind keine vereinbarte Abrechnungstaktung.
7. Monatliche IT-Betreuung
Die dargestellten Pakete setzen mindestens drei betreute Geräte voraus. Basic, Business und Premium enthalten nach der aktuellen Leistungsbeschreibung 15, 30 beziehungsweise 60 Minuten Fernwartung pro Gerät und Monat. Die Verrechnung und Zuordnung der enthaltenen Zeit werden im Angebot festgehalten. Nicht genutzte Zeit wird ohne gesonderte Vereinbarung nicht in Folgemonate übertragen.
Zusatzarbeit über den enthaltenen Umfang hinaus wird vor Ausführung abgestimmt und gesondert abgerechnet. Eine erstmalige Firmen-Grundeinrichtung wird einmal pro Unternehmen angeboten. Microsoft-Lizenzen, Hardware, umfangreiche Migrationen und gesonderte Cloud-Projekte sind nicht automatisch im Betreuungspreis enthalten.
Servicefenster, Kontaktwege, Reaktionszeiten, Vertragsbeginn, Laufzeit und Kündigung werden ausdrücklich vereinbart. Eine Priorisierung im Premium-Paket bedeutet ohne zusätzliche Vereinbarung weder Bereitschaft rund um die Uhr noch eine garantierte Wiederherstellungszeit. Der Rechner legt keine Mindestvertragsdauer für IT-Betreuung fest.
8. Übergabe, Gewährleistung und Nutzungsrechte
Nach Bereitstellung kann der Kunde die vereinbarte Leistung prüfen und Abweichungen mitteilen. Eine Mangelmeldung soll den betroffenen Auftrag und das beobachtete Problem beschreiben; Schweigen gilt nicht automatisch als Abnahme. Gesetzliche Gewährleistungsrechte werden durch eine Prüf- oder Meldefrist in diesen AGB nicht verkürzt.
Bei einem geschuldeten Arbeitsergebnis, etwa einer vereinbarten Installation oder Konfiguration, leisten wir nach den anwendbaren gesetzlichen Vorschriften Gewähr dafür, dass die Leistung die vereinbarten und gesetzlich vorausgesetzten Eigenschaften besitzt. Bei einer Beratung oder Unterstützung ohne zugesagten bestimmten Erfolg schulden wir eine fachgerechte und sorgfältige Durchführung. Maßgeblich ist der tatsächliche Vertragsinhalt; eine Abrechnung nach Stunden beseitigt Gewährleistungsrechte nicht.
Für berechtigte Gewährleistungsmängel tragen wir die gesetzlich vorgesehenen Kosten der Behebung. Solche Arbeiten werden nicht als zusätzlicher kostenpflichtiger Support verrechnet und nicht vom vertraglichen Fernwartungskontingent abgezogen. Die gesetzliche Reihenfolge der Abhilfen, gegebenenfalls Preisminderung oder Vertragsauflösung, und die gesetzlichen Fristen bleiben maßgeblich.
Neue Anforderungen, später entstandene Störungen oder Änderungen durch Kunden beziehungsweise Dritte sind nur insoweit zusätzliche Leistungen, als kein von uns zu behebender Mangel und keine andere gesetzliche oder vertragliche Pflicht vorliegt. Ihre Ursache wird geprüft; kostenpflichtige weitere Arbeiten werden vorab vereinbart. Fremdsoftware, ein Update oder eine Kundenänderung schließen Gewährleistung nicht pauschal aus.
Bei digitalen Leistungen bleiben die jeweils anwendbaren Aktualisierungspflichten bestehen. Sie sind nicht allein davon abhängig, ob ein kostenpflichtiges Wartungspaket gewählt wurde. Gegenüber Verbrauchern werden zwingende Gewährleistungsrechte nicht ausgeschlossen oder verkürzt. Eine über die gesetzlichen Rechte hinausgehende freiwillige Garantie besteht nur, wenn sie ausdrücklich mit ihrem Umfang zugesagt wurde.
Der Kunde erhält nach vollständiger Zahlung die für den vereinbarten Einsatz erforderlichen Rechte an individuell erstellten Ergebnissen. Übergabe von Quell- oder Rohdateien und Umfang weitergehender Rechte richten sich nach dem Angebot. Vorbestehende Komponenten und Drittmaterialien, insbesondere Open-Source-Software, bleiben ihren jeweiligen Lizenzbedingungen unterworfen. Eine Veröffentlichung als Referenz wird mit dem Kunden abgestimmt.
9. Verantwortung und Vertraulichkeit
Für Schäden gelten die gesetzlichen Haftungsbestimmungen. Diese Fassung vereinbart keinen pauschalen Haftungsausschluss für Datenverlust oder Fehler bei der Leistungserbringung. Verpflichtungen von Drittanbietern ergänzen die jeweils mit uns vereinbarten Leistungen, ersetzen unsere eigenen Pflichten aber nicht.
Beide Vertragsparteien schützen erkennbar vertrauliche Informationen. Personenbezogene Daten werden nur für die vereinbarten Zwecke und im gesetzlich zulässigen Rahmen bearbeitet. Wenn bei IT- oder Webleistungen eine Auftragsverarbeitung vorliegt, wird die erforderliche gesonderte Vereinbarung vor Beginn geschlossen.
10. Laufende Verträge und Beendigung
Das Angebot muss für wiederkehrende Leistungen Mindestlaufzeit, Kündigungsfrist und Folgen einer Beendigung verständlich angeben. Eine automatische Verlängerung wird hier nicht festgelegt. Zwingende Kündigungs- und Rücktrittsrechte sowie Rechte aus wichtigem Grund bleiben erhalten. Bei Ende eines Auftrags stimmen die Parteien die vereinbarte Daten- und Zugangsdatenübergabe ab.
11. Rücktritt bei Verbraucherdienstleistungen
Bei Dienstleistungsverträgen, die im Fernabsatz oder außerhalb von Geschäftsräumen abgeschlossen wurden und dem FAGG unterliegen, können Verbraucher binnen 14 Tagen ab Vertragsabschluss ohne Begründung zurücktreten. Eine eindeutige Erklärung an Polat Digital Solutions e.U. unter den oben genannten Post-, E-Mail- oder Telefonkontaktdaten genügt. Sie können das untenstehende Formular verwenden, müssen es aber nicht. Rechtzeitig ist die Erklärung, wenn sie vor Ablauf der Frist abgesendet wird.
Wir erstatten erhaltene Zahlungen unverzüglich, spätestens 14 Tage nach Eingang der Rücktrittserklärung, grundsätzlich über dasselbe Zahlungsmittel und ohne Erstattungsgebühr. Eine andere Methode verwenden wir nur mit Ihrer ausdrücklichen Zustimmung.
Ein Leistungsbeginn innerhalb der Rücktrittsfrist setzt ein ausdrückliches Verlangen des Verbrauchers und die notwendigen Informationen voraus. Bei einem Rücktritt ist ein verhältnismäßiger Betrag für bereits erbrachte Leistungen nur unter den gesetzlichen Voraussetzungen zu bezahlen. Fehlen erforderliche Informationen oder das ausdrückliche Verlangen, besteht diese anteilige Zahlungspflicht nicht.
Bei kostenpflichtigen Dienstleistungen entfällt das Rücktrittsrecht erst nach vollständiger Erbringung, wenn der Verbraucher zuvor dem Beginn ausdrücklich zugestimmt und die Kenntnis vom Verlust des Rücktrittsrechts bei vollständiger Erfüllung bestätigt hat. Eine Anfrage oder Zustimmung zu den AGB ersetzt diese gesonderten Erklärungen nicht. Bei fehlender ordnungsgemäßer Belehrung kann sich die Rücktrittsfrist gesetzlich verlängern.
Für separat gelieferte digitale Inhalte, Waren oder gemischte Verträge werden die jeweils einschlägigen Informationen vor Abschluss gesondert bereitgestellt; ein pauschaler Ausschluss für individuell erstellte Websites wird nicht vereinbart.
12. Muster-Widerrufsformular
An: Polat Digital Solutions e.U., Jägerstraße 89–95, 1200 Wien, Österreich, polatwebsolutions@gmail.com
Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über den Kauf der folgenden Waren (*) / die Erbringung der folgenden Dienstleistung (*):
________________________________________________
Bestellt am (*) / erhalten am (*): ____________________
Name des/der Verbraucher(s): ______________________
Anschrift des/der Verbraucher(s): ___________________
Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier): ______________________________
Datum: __________________
(*) Unzutreffendes streichen.
13. Anwendbares Recht und Gerichte
Es gilt österreichisches Recht. Bei Verbrauchern bleiben zwingende Schutzvorschriften ihres gewöhnlichen Aufenthalts und die gesetzlichen Gerichtsstände erhalten. Diese AGB legen für Verbraucher keinen ausschließlichen Gerichtsstand Wien fest.
Bei Unwirksamkeit einer Bestimmung gelten an ihrer Stelle die einschlägigen gesetzlichen Regeln. Für die restlichen Vereinbarungen gilt ebenfalls das Gesetz. Änderungen bestehender Verträge bedürfen einer wirksamen Vereinbarung; eine geänderte Website-Fassung ändert laufende Verträge nicht automatisch.